Herbstmesse bleibt bedeutendster Marktplatz der Region

67. Herbstmesse schließt am heutigen Sonntag ihre Tore. Aussteller und Messeleitung zeigen sich mit dem Verlauf zufrieden. Bestnoten erhielten die Schwerpunkte „Von der Blüte zum Honig“ und die kunst.hand.werk-Straße. Die Besucherzahlen halten sich auf stabilem Niveau.


Dornbirn. Vom 9. bis zum 13. September war das Messegelände in Dornbirn wieder der Treffpunkt für zehntausende Besucher aus dem In- und Ausland. Mehr als 500 Aussteller präsentieren auf der 67. Herbstmesse ein umfangreiches Angebot in sieben Themenbereichen. Mit 75.400 Besuchern (laut Hochrechnung um 14.00 Uhr) halten sich die Zahlen stabil. Dazu Messe-Geschäftsführer Daniel Mutschlechner: „Wir freuen uns sehr, dass die Besucherzahlen wieder dem Schnitt der letzten Jahre entsprechen. Letztes Jahr fanden etwas mehr, im Jahr davor dafür etwas weniger Besucher den Weg ins Messegelände. Das Interesse an der Herbstmesse ist somit ungebrochen.“  

Bestnoten für Schwerpunkte
Auch dieses Jahr wurden wieder über 400 Besucher nach ihrer Meinung zur Herbstmesse befragt. Gut 80 Prozent bewerteten die Veranstaltung mit gut oder sehr gut und 87 Prozent gaben an, der Messe auch im nächsten Jahr wieder einen Besuch abzustatten. Hervorragend bewertet wurden die beiden Schwerpunkte „Von der Blüte zum Honig“ und die kunst.hand.werk-Straße, deren Besuch sich so gut wie kein Gast entgehen ließ. „Die Herbstmesse ist in den Herzen der Besucher tief verankert. Neben dem abwechslungsreichen Mix an Ausstellern hat die Unterhaltung einen enormen Stellenwert. Das hat sich auch am regen Zulauf beim Rummelplatz, beim Kinder-Programm, im Mohren-Wirtschaftszelt und bei der Hypo-Modeschau gezeigt“, zieht Projektleiterin Kathrin Bohlen Bilanz. „Ein wichtiger Indikator ob die Messe erfolgreich war, sind die Ausgaben, die die Messebesucher tätigen. Mit 170 Euro pro Besucher bei einem durchschnittlichen Aufenthalt von 4,5 Stunden ist das Kaufinteresse nach wie vor extrem hoch.“  

Aussteller freuen sich über regen Zulauf
Positives war auch von den Ausstellern zu hören. Peter Henn, Herde & Öfen in Nüziders: „Grundsätzlich sind wir positiv überrascht, vor allem von den Besucherzahlen. Von Mittwoch weg war es in den Hallen immer voll. Besonders aus der Schweiz und aus dem Süddeutschen Raum war das Interesse an unseren Produkten sehr groß.“ Harald Müller, vom Bettwarenhersteller Wolena aus Schoppernau, sieht die Vorteile darin, dass viele Aussteller an einem Ort vereint sind: „Wir sind bereits zum siebten Mal auf der Messe und unsere Produkte werden gut angenommen. In unserer Halle haben wir tolle Nachbarn, mit denen man sich gut austauschen kann. Vorher war ein Kunde hier, der bei uns das Innenleben gekauft hat und beim Nachbarstand gleich die dazu passende Bettumrandung.“ Erfreut über die Frequenz am Stand war Werner Fink, der seine Waren in der kunst.hand.werk-Straße präsentierte: „Das Publikum war interessiert und es hat ihnen sehr gut gefallen. Es sind viele Menschen hier durchgekommen und das ist eine hervorragende Werbung für mein Geschäft.“ Zum ersten Mal auf der Messe war Hannes Mendler, von Möslang Sitzmöbel aus Leutkirch: „Das Interesse war sehr groß. Wir hatten viele Kontakte und sehr schöne Gespräche.“  

Regionale Themen kehren zurück
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Herbstmesse auch in Zukunft der maßgebliche Marktplatz der Vierländer-Region sein wird. „Die Herbstmesse ist und bleibt eine bedeutende Veranstaltung. Einerseits für die Aussteller und die Messe Dornbirn, andererseits für die jährlich zehntausenden Besucher aus dem In- und Ausland. Sie ist ein verlässlich wiederkehrender Treffpunkt in Vorarlberg und im angrenzenden Ausland und von ungebrochener Bedeutung als Marktplatz der Region, bei dem auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommt“, betont Mutschlechner. „In den kommenden Jahren werden auch regionale Themen wieder eine größere Rolle spielen. Ergänzend zur beliebten Ländle-Halle bekommen schon im kommenden Jahr und dann auch auf längere Sicht wieder Tiere, Traktoren und aktuelle Landwirtschaftsthemen für die ganze Familie ihren fixen Platz. Konkrete Gespräche mit der Landwirtschaftskammer wurden bereits aufgenommen. Ebenfalls wieder präsentieren werden sich in absehbarer Zeit die Gastgemeinden.“  

Neue Messeformate als Antwort auf gesellschaftlichen Wandel
Die Geschäftsleitung der Messe Dornbirn arbeitet schon seit einigen Jahren an der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens. Dazu Daniel Mutschlechner: „Das Konsum- und Kommunikationsverhalten unserer Gesellschaft und die Struktur unserer Wirtschaft haben sich in den vergangenen Jahren massiv verändert. Dieser Entwicklung trägt die Messe Dornbirn durch die Erneuerung des ganzjährigen Messe-Portfolios Rechnung. Aus diesem Grund haben wir spezialisierte Messeformate eingeführt wie die Baumesse com:bau oder die Gustav. Auch neue Formate im B2B-Bereich, die den Anforderungen der Industrie entsprechen, sind gerade im Entstehen.“ Mutschlechner betont, dass die Herbstmesse nicht alle diese Themen vereinen kann, als eines von vielen Produkten der Messe Dornbirn behält sie jedoch ihren wichtigen Platz im Portfolio.   

Alte Messehallen werden abgerissen
Am 21. September nimmt der mit Spannung erwartete Neubau mit dem Beginn der Abrissarbeiten der alten Hallen 9 bis 12 konkrete Formen an. Die neuen Hallen, die nach den Plänen der renommierten Marte.Marte Architekten ZG GmbH realisiert werden, sollen innerhalb eines Jahres errichtet werden. Für die Messe Dornbirn wird dadurch ein wichtiger Grundstein für die dringend notwendige Modernisierung des Geländes gelegt. Es entsteht ein identitätsstiftendes und einzigartiges Bauwerk, das zu großen Teilen mit dem Werkstoff Holz errichtet wird und den Ansprüchen eines modernen Messe- und Veranstaltungszentrums gerecht wird. Bei der Vergabe der ersten rund zwei Drittel der Aufträge haben die Bietergemeinschaften aus Vorarlberg sowohl im Preis als auch mit ihren technischen Lösungen überzeugt.  

Salon für Konsumkultur im Oktober
Bereits Ende Oktober steht das nächste Messeformat auf dem Programm. Auf der 3. Gustav dürfen sich alle Freunde gehobener Konsumkultur auf zwei inspirierende Salontage freuen. Im Mittelpunkt stehen am 24. und 25. Oktober Design, Genuss und Nachhaltigkeit. Mit Salongesprächen, Einblicken in die Ateliers ausgewählter Aussteller sowie den Chef’s Tables mit internationalen Spitzenköchen wird den Besuchern ein erlebnisreiches Rahmenprogramm geboten.    

Gut zwei Wochen später finden am 14. und 15. November mit der 6. Hochzeit & Event und der 3. Baby & Kind zwei Wohlfühlmessen gleichzeitig am Messegelände statt. Während die Halle 14 einen informativen und entspannten Erlebnistag für die ganze Familie bietet, werden im Haus der Messe alle Fragen rund um unvergessliche Hochzeiten und rauschende Events beantwortet. Mit einer Eintrittskarte können beide Messen besucht werden.

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